AUHAGEN: Schulgebäude von Hase-Schüler Ernst Meßwarb geplant

Schule und Kriegerdenkmal in Auhagen.
Das Foto aus dem Jahr 1932 stammt aus der Auhäger Schulchronik.

Das 1904 fertiggestellte Schulgebäude in Auhagen hat der Rehburger Architekt Ernst Meßwarb geplant. Diese Tatsache ist zwar in der Ortschronik Auhagen erwähnt,  hatte aber noch keinen Eingang in das umfangreiche Werkeverzeichnis der Meßwarbs gefunden.  Die neue Schule ist 1904 eingeweiht worden. Vater Wilhelm und Sohn Ernst Meßwarb wirkten in Rehburg als Architekten. Beide studierten bei Conrad Wilhelm Hase in Hannover, dem Begründer der Hannoverschen Schule. Zahlreiche Bauten in Rehburg und Umgebung, darunter unter anderem einige Dorfschulen, zeigen die Handschrift. Mit dem ehemaligen Gasthaus Buhr gibt es in Auhagen einen weiteren Meßwarb-Bau.

Die Arbeiten der beiden Meßwarbs werden als „Rehburger Baustil“ zusammengefasst. 

Mehr zur Auhäger Schulgeschichte auf der Tafel02 der Hagenrunde.

AUHAGEN: Bootfahren im Steinbruch

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Eine leider unscharf vervielfältige, historische Postkarte. Das Paar im Ruderboot auf der Wasserfläche ist nur zu erahnen … Die Spurensuche nach einem See mit einer Gesteinswand im Hintergrund – vermutlich am Düdinghäuser Berg – ist eröffnet. So genau wußte es erst niemand mehr, besonders dann nicht, als eine zweite Postkarte auftauchte, die erneut den Königsee zeigte. Aber nicht, wie auf der ersten Karte, mit dem Düdinghäuser Gasthaus „Zur Erholung“ in Verbindung, sondern mit der Ortsbezeichnung „Sachsenhagen“.

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Einen kleinen Teil der Geschichte dazu kannte Herbert König, der zwar ursprünglich nicht selbst aus Düdinghausen stammte, sich aber seit Jahren mit der Vergangenheit des Ortes beschäftigt hat: „Es sollte sich um einen vollgelaufenen Steinbruch handeln“. Dieser sei „irgendwann in den fünfziger Jahren trocken gefallen“. König ist von Düdinghäusern, wie dem früheren Bürgermeister Rodewald, erzählt worden, dass wohl in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhundertes bei Arbeiten am Stollen Düdinghausen zu einem Wassereinbruch gekommen sei. So heftig, dass der Königsee verschwand.

„Möglich“, sagte 2012 dazu der Bergbauexperte Gunter Ludewig, der sich bestens in der Geschichte der Schaumburger Schächte auskennt. Er hörte auch einige Erzählungen rund um den Königsee, weiß aber, dass das Wasser rund um die Schächte und Stollen in Auhagen, Düdinghausen und am Atjeberg schon immer ein Thema war.

Ungefähr zehn Jahre vor dem Verschwinden des Königssees, 1945, sei der Atjeberg-Stollen als „Notbergbau“ wieder aufgefahren worden. Den Bergleuten dort, so hat er berichtet bekommen, sei eine Kohlewand weggegebrochen, woraufhin sie im Wasser gelegen hätten. „Die sind wohl auf einen alten, vollgelaufenen Stollen gestoßen“, vermutet Ludowig.

Der Blick auf eine alte Bergbaukarte mit der handschriftlichen Eintragung Königsee zeigt, dass nicht der Atgebergstollen, sondern das Abbaugebiet des Stollens Düdinghausens sich unterhalb des Stollens Düdinghausen befindet. Und die Erzählungen verdichteten sich, dass es in der Mitte des 1950er Jahre dort zu einem Wassereinbruch im Stollen kam.

Herkunft und Grund für diese Aufnahme sind unbekannt: Könnte es ein Foto nach dem spektakulären Stolleneinbruch sein, mit Auhäger/Düdinghäuser Sachsenhäger Kindern als Zuschauer?

Vom Wasser ist nichts mehr zu sehen, stattdessen ist der Steinbruch baumbestanden und heute schwer zu erkennen. Zu sehen ist immer noch die Kante, an der einst Steine gewonnen wurden.

Nicht verflossen sind allerdings die Kindheitserinnerungen des Sachsenhägers Heinz Aue, der sich im Winter 2013 auf die Suche nach dem Abenteuerspielplatz seiner Jugend machte:

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… und auch der frühere Wiedenbrügger Bürgermeister Wilfried Nölke († 2016) erinnerte sich an seine Erlebnisse am Königsee.

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