Fleckentour – Audio

FLECKENTOUR – AUDIO

Unsere Geschichte erzählen

Irgendwie ist jeder mit einem Stück Geschichte seines Lebensortes verbunden. Das machen die 20 Fleckentour-Leser mit ihrer Bereitschaft deutlich, Ihnen etwas aus der Geschichte des Ortes zu erzählen.

1 Den Auftakt der einstigen Kutschenauffahrt zum Schloss bilden Pyramideneichen.   Es schließt sich die 400 Meter lange Rhododendronallee an, die optisch den Weg zum Haupteingang des Schlosses Hagenburg weist.  Im Auen- und Niederungswald wächst eine Vielzahl seltener Bäume.  Mehrere Landesherren haben im Park und den Schlossgärten eigene Vorstellungen verwirklicht. Zunächst wuchsen als Alleeinfassung Hainbuchen, später Akazien und Pappeln, danach Platanen, anschließend Sumpfzypressen. WOLF TROUE
  Knick Der Name „Knick“ für den Schlosswald ist altüberliefert und könnte auf Teile einer Landwehr zurückgehen, die als „Hecke mit geknickten Zweigen“ dem Feind das Eindringen erschweren sollte.  Reste einer sternförmigen Schanze bilden das südliche Ende des Wilhelmsteiner Feldes, das Graf Wilhelm im Zusammenhang mit dem Wilhelmstein als militärisches Modell im 18. Jahrhundert anlegen ließ. Es ist bis auf dieses Relikt völlig verschwunden. PETER RAKELBUSCH
 Rhododendronallee Gestalterisch bildet die Rhododendronallee einen recht jungen Teil des Schloss- und Gartenensembles am Schloss Hagenburg. 1913 ließ der letzte regierende Fürst, Adolf II. zu Schaumburg-Lippe, 1000 Rhododendren aus Westerstede pflanzen. 1998 und 1999 lichteten Mitarbeiter des Landkreises Schaumburg das „Knick“ aus und arbeiteten die Rhododendronallee auf. Die Fürstliche Hofkammer bezahlte 60 junge Pflanzen.
 Schloss JÖRN WEDEMEIER

Jahrgang 1968, in Lindhorst aufgewachsen. Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor in Hagenburg.

 Hagenburger Kanal JAN WIBORG

Jahrgang 1960, in Gehrden bei Hannover aufgewachsen, Abitur in Buchholz i.d.N., seit 1986 in Hagenburg.  Journalist, Autor und Historiker.

 Moorgarten

DR. MONIKA TAUTZ

 Jahrgang 1967, aus Steyerberg stammend.  Chemikerin. Ratsfrau in der Samtgemeinde Sachsenhagen und der Gemeinde Hagenburg.

  Findlingsgarten Insgesamt 23 Findlinge sind im Findlingsgarten 1979 zusammengestellt worden. Nur der jüngste Stein, ein Basalt aus Südschweden stammt nicht aus dem Umland von Hagenburg. Alle anderen reisten in den Gletschern der letzten Eiszeit (Saale-Eiszeit) aus den Gebieten der heutigen Länder Norwegen, Schweden und Finnland in die heutige Seeprovinz. DAGMAR HANSING
  Mehrzweckhalle  Wie geschaffen für einen Start zur Fleckentour und für einen Ausflug ans Steinhuder Meer ist der Parkplatz an der Mehrzweckhalle an der Steinhuder-Meer-Straße. Nur wenige Schritte oder Fahrradminuten sind das Hagenburger Schloss, der Kanal, der Findlingsgarten und andere Sehenswürdigkeiten entfernt. Rund einen Kilometer misst der Weg in nördlicher Richtung an das Steinhuder Meer. DIETER EIDTMANN
 Alte Schule HORST HÄUSSLER

Jahrgang 1943. Gebürtiger Altenhäger. Realschullehrer. Ratsherr der Gemeinde Hagenburg.

10   Nicolai-Kirche

AXEL SANDROCK

Jahrgang 1955. Pastor in Altenhagen-Hagenburg von 2000 bis 2018.

11 Schwelle Geest/Moor  Kleine Unebenheiten im Gelände – mit dem Auge kaum zu erkennen. Genau bis zu der 40-Meter-Höhenlinie am Molkereiweg könnte das Steinhuder Meer gereicht haben. Dort verläuft der eiszeitliche Geröllsaum, der Übergang zwischen Moor und Geest. HEIKE SCHWEER
12 Schöne Aussicht In Richtung Nordosten, jenseits der Bundesstraße 441, erstreckt sich die historische Hagenhufenzeile Altenhagens. Der „Ole Hagen“ wurde im 13. Jahrhundert angelegt.
Rund 250 Meter südöstlich dieses Punktes Luftlinie stand bis in die 1970er Jahre eine Windmühle. Erbaut als Bockwindmühle, ersetzte sie später ein Erdholländer.
In südlicher Richtung präsentiert sich der „Kalimandscharo“, die Abraumhalde des Kalischachtes.
JOSEF VORDERWÜLBECKE

 

13 Alte Kirche/Rundfriedhof INGE MENSCHING

Jahrgang 1940. Gebürtig in Altenhagen. Kaufmännische Angestellte. Gehörte lange dem Kirchenvorstand an.

 

14 Kalibergwerk

ERICH HOFMEISTER

 Jahrgang 1934, aus Obernkirchen stammend.  Gelernter Bergmann.  Ehrenamtlicher Bürgermeister der Samtgemeinde Sachsenhagen. Leitete den Arbeitskreis Bergbau der Volkshochschule Schaumburg.

15 Ratskeller  Der Ratskeller bildet seit der Mitte des 16. Jahrhunderts den Mittelpunkt von Hagenburg. Die Braurechte hatten die Hagenburger und Altenhäger Braugilden vom 1545 von Graf Otto IV. noch gemeinsam erhalten, später zerstritt man sich. MARIE-LUISE MACKEN
16 ehem. Synagoge
INGO BROSCH. Jahrgang 1969. Kirchenchor Altenhagen-Hagenburg, Schultheater Hölty-Gymnasium. Schauspiel- und  Gesangsstudium in New York und Hamburg. Zahlreiche Theater- und Fernsehengagements.
17 Kleinbahnhof  Der erste Wagen des festlich geschmückten Sonderzuges der Steinhuder-Meer-Bahn ist auf der Fahrt von Wunstorf nach Bad Rehburg am 20. Juli 1898 im Bahnhof Hagenburg mit Jubel begrüßt worden. Die neue Kleinbahn ermöglichte das werktägliche Pendeln in Richtung Wunstorf/Hannover, hatte aber auch zur Folge, dass der Tourismus an das Steinhuder Meer nun über Steinhude lief.. FRIEDEL RAKELBUSCH
18 Försterteich  Hagenburgs „gute Stube“, der Försterteich mit dem umgebenden Grünzug, war früher noch fester Bestandteil des Waldes. Heute ist der Teich ganzjähriger Anziehungspunkt.
Fast nebenan feiert die Schützengesellschaft Hagenburg-Altenhagen im Juli ihr traditionsreiches Schützenfest.
CARSTEN VEHLING
19 Holzkolonie  Bei der Hagenburger Holzkolonie handelt es sich um eine Gründung des Grafen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe. 1768 ließ er die Handwerkersiedlung für wohlverdiente Soldaten und Tagelöhner bauen.  Die Hausstätten und zwei Morgen Rottland bekamen die Kolonisten vom Grafen geschenkt.  MARKUS SICKAU
20 Feldziegelei/Eiskeller Das Hagenburger Holz birgt viele Geschichten. Durch den Wald führte nicht nur die Trasse der Meerbahn. Es bestand dort die Haakesche Ziegelei, einer Feldziegelei, in der unter anderem die Ziegel für die Kirche in Altenhagen gebrannt wurden.  Mit dem Eis aus dem Ziegeleiteich ist der benachbarte Eiskeller bestückt worden. Auch ein Brunnen zur frühen Trinkwasserversorgung. des Schlosses ist vorhanden. WOLF TROUE